Staatssekretär Schebesta sprach über Bildungspolitik
Geschrieben von: Presseservice
Donnerstag, den 07. September 2017 um 10:00 Uhr
 
 

"Bildungsföderalismus ist Wettbewerb um beste Ideen"

Östringen (aj). Gefordert wird sie häufig: Eine einheitliche Bildungspolitik über alle Bundesländer hinweg, anstatt des Bildungsföderalismus, wie er aktuell in Deutschland betrieben wird. Dass diese Forderung jedoch auch Nachteile mit sich bringt, erörterte der baden-württembergische Kultusstaatssekretär Volker Schebesta jüngst bei einer Veranstaltung der CDU Östringen, zu der CDU-Bundestagskandidat Olav Gutting eingeladen hatte.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der CDU Östringen, Tobias Stark, erläuterte Schebesta die Position der grün-schwarzen Landesregierung: "Bildungsföderalismus bedeutet einen Wettbewerb um die besten Ideen", so der Staatssekretär. Für ihn sei die Bildungspolitik auf Landesebene gut aufgehoben. Würde man hingegen den Bildungsföderalismus aufgeben, so müssten die Anforderungen an Schüler in Baden-Württemberg vermutlich gesenkt werden, da man sich dann am "Schwächsten" orientieren müsste.

"Wir wollen aber dementgegen sicherstellen, dass in unseren Schulen in Baden-Württemberg beste Standards gelten", erklärte Schebesta. Im Verlauf des Abends hob er zudem die Position der Landesregierung in Bezug auf die Realschule hervor: "Die Realschulen sind ein wichtiger Bestandteil unseres baden-württembergischen Bildungssystems. Wir wollen sie deshalb in unserer Schullandschaft weiter fest positionieren", so der Bildungspolitiker.

Weiter forderte Schebesta mehr Bewusstsein für das Thema „Digitale Bildung“: „Hier geht es darum international nicht den Anschluss zu verlieren und unseren Wohlstand auch für die Zukunft zu sichern“. Dazu gehöre auch die Befähigung der Lehrer, digitale Kompetenz zu vermitteln.

CDU-Bundestagsabgeordneter Olav Gutting zeigte sich zufrieden mit den Äußerungen Schebestas: "Ich begrüße den aktuellen Kurs der Landesregierung in Sachen Bildung und möchte diesen im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen", so Gutting, der sich erneut um das Bundestagsmandat im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen bewirbt.