Gutting an RP Karlsruhe: "Überdenken Sie die Planungen"
Geschrieben von: Presseservice
Freitag, den 09. August 2019 um 15:00 Uhr
 
 

CDU-Bundestagsabgeordneter gegen die Pläne zur Erweiterung der Tank- und Rastanlage in Hockenheim

“Überdenken Sie die Planungen, damit die Wohnqualität der Anlieger erhalten bleibt”, mit diesen deutlichen Worten wendet sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Olav Gutting schriftlich an das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe, das verantwortlich für die Pläne zur Erweiterung der Tank- und Rastanlage in Hockenheim ist. Vorausgegangen war ein Vor-Ort-Termin des Abgeordneten, an dem über 25 Personen teilnahmen.

Dabei gaben die beiden Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Pro Stadtwald C4, Stefanie Garcia Laule und Mihai Sava, einen Überblick über des Zustandes des Waldes und die geplante Erweiterung der Tank- und Rastanlage auf Kosten eines bewaldeten Teilstücks zwischen dem Wohngebiet und der Autobahn. Aus ihrem Gespräch mit dem RP hätten die BI-Vertreter den Eindruck mitgenommen, dass die Erweiterung unausweichlich sei und Alternativstandorte gar nicht mehr in Erwägung gezogen würden. Dabei hatten sich im Vorfeld der Hockenheimer Oberbürgermeister und alle Gemeinderatsfraktionen gegen die Erweiterung der Raststätte und gegen den Verkauf städtischer Grundstücke ausgesprochen, was aber Voraussetzung für eine Erweiterung der Raststätte ist. Daran will sich auch der ebenfalls anwesende neue Oberbürgermeister Marcus Zeitler halten, der bekanntermaßen sein Amt zum 1. September 2019 antreten wird.

In seinem Brief warnte Olav Gutting MdB nun das Regierungspräsidium vor den Folgen eines Enteignungsverfahrens, das viel Zeit und Geld kosten würde. Deutlich wurden bei dem Gespräch mit der BI, an dem rund 25 Personen teilnahmen, dass der vom RP vorgesehene Lärm- und Sichtschutzwall nicht auf Zustimmung der BI stößt. Nachdem bereits der Hockenheimring auf die weitere Nutzung des C4 als Park- und Campingplatz verzichtet hat, wolle man das Waldstück in seiner Gesamtheit erhalten und es als Modellprojekt für eine geplante Wiederaufforstung verwenden. Denn eines wurde jedem Teilnehmer des Vor-Ort-Termins klar: Der Wald ist in einem wirklich schlechten Zustand und bedarf dringender Hilfe.