Praktikumsbericht von Amelie Woitov
Geschrieben von: Presseservice
Montag, den 22. Juli 2019 um 11:50 Uhr
 
 

"Im Zeitraum vom 6. Mai 2019 bis zum 10. Mai 2019 durfte ich den Tagesablauf von Herrn Olav Gutting MdB erleben. Da ich in der Schule leider das Fach „Politik und Wirtschaft“ nicht habe, war ich umso neugieriger, was für Erfahrungen und Wissen ich aus der Woche mitnehmen würde. Ich wurde sehr herzlich von Frau Rickes empfangen und nach einer kurzen Einführung weitergeschickt, um meinen Hausausweis abzuholen. Dieser Hausausweis hat mir ermöglicht, nicht nur das Paul-Löbe-Haus zu erkunden, sondern auch das Reichstagsgebäude, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und das Jakob-Kaiser-Haus. Sozusagen hat mir dieser Ausweis alle Türen geöffnet. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, diesen Ausweis tragen zu dürfen.

Die Woche fing gleich mit einer öffentlichen Anhörung an. Es ging um den Gesetzentwurf der Bundesregierung gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch. Die erste halbe Stunde saß ich mit einem Fragezeichen über meinem Kopf da, aber mit der Zeit kam ich in das Thema rein und war erstaunt, mit wieviel unterschiedlichen Bereichen das Ganze zu tun hat. Es war der bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK) da sowie die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft. Allerdings hat es mich doch ein bisschen überrascht, dass ein Professor der Universität Duisburg-Essen da war. Am Dienstag durfte ich an einer Sitzung der Arbeitsgruppe Finanzen der Fraktion CDU/CSU Bundestagsfraktion teilnehmen. So wie bei der Anhörung, habe ich auch dort etwas Zeit gebraucht, um zu verstehen, worüber die Abgeordneten redeten. Zu meiner großen Freude ging es auch um die Anhörung, bei der ich am Montag dabei war. Dies hat es mir ein bisschen erleichtert alles zu verstehen. Auch Herr Wierer hat mir das Leben erleichtert, indem er mir manche Wörter aus der Parlamentssprache in die „normale“ Sprache übersetzt hat bzw. hat er das, worüber die Abgeordneten geredet haben, für mich nochmal anders formuliert.

Im Büro habe ich besonders bei Routinearbeiten geholfen, ich habe mich um Post/E-Mail und Einladungen, die für Herrn Gutting kamen, gekümmert, aber auch um Bürgeranliegen. Allerdings bin ich auch zum Drucker gegangen, um die großen Druckaufträge abzuholen und ich wurde mit dem Faxgerät bekannt gemacht. Auch wenn sich dies jetzt nicht so spannend anhört, gehört es trotzdem dazu.

Der Mittwoch fing noch spannender an als der Dienstag, nämlich mit einer Finanzausschusssitzung. Diese Sitzung war ein Erlebnis für sich! Durch die Sitzung am Dienstag war ich schon ein bisschen mit den Themen vertraut und somit ist es mir leichter gefallen, alles zu verstehen. In dieser Sitzung ging es auch um die Anhörung, bei der ich am Montag schon dabei gewesen war, da ist mir nochmals aufgefallen, wie viel hinter einer Gesetzesänderung steht, was man sich als „normaler“ Bürger gar nicht so richtig vorstellen kann. Nach der Sitzung hatte Herr Gutting einen Termin mit einem Fotographen, bei dem ich auch dabei sein durfte. Allerdings konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, da ich wieder zu einer öffentlichen Anhörung angemeldet war, dank Frau Rickes. Dieses Mal ging es um „mehr Transparenz in der Pflege - Finanzierung der Pflege generationsgerecht sichern“. Da dies ein Thema ist, welches in der Öffentlichkeit mehr diskutiert wird, habe ich schon den einen oder anderen Begriff gehört, den die Abgeordneten und die eingeladenen Gäste der unterschiedlichen Institutionen benutzten.

Abends war ich zum traditionellen Spargelessen in der Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen. Es war ein sehr schöner Abend! Herr Gutting hat eine kurze Rede über den Spargel gehalten. Auch der Vorsitzende der OGA Nordbaden eG. hielt eine Rede über die Probleme, welche es momentan in der Landwirtschaft gibt. Da waren einige Probleme dabei, von denen ich nichts wusste. Das Essen war ausgezeichnet! Als der Kabarettist auf der Bühne stand, wurde auch herzlichst gelacht. Nochmal vielen Dank, dass ich an diesem Abend mit dabei sein durfte!

Am nächsten Tag habe ich mich vormittags um die Einladungen gekümmert. Nachmittags kamen meine Eltern, da sie alles sehen wollten, wovon ich geschwärmt hatte. Zuerst habe ich ihnen das Paul-Löbe-Haus gezeigt und natürlich das Büro von Herrn Gutting. Wir hatten Karten für eine Plenarsitzung über die CO2-Steuer. In diesem Saal zu sitzen, auch wenn es „nur“ auf der Tribüne war, war ein unglaubliches Gefühl! Danach sind wir zur Kuppel gefahren, der Ausblick von dort oben war mehr als schön. Man konnte das Brandenburger Tor sehen, aber auch die „Schwangere Auster“ bzw. das Haus der Kulturen. Als wir fertig mit Staunen waren, sind wir in das Maria-Elisabeth-Lüders-Haus gegangen und haben uns den größten Anhörungssaal und die Bibliothek angeschaut.

An meinem letzten Tag habe ich Herrn Wierer und Frau Rickes im Büro geholfen. Dann durfte ich zu einem Infogespräch, bei dem es um die Wachstumsfinanzierung der Start-Up Firmen, da diese gestärkt werden muss. Es waren Gäste von verschiedenen Unternehmen da und auch von der Deutschen Börse. Die Diskussion die entstand, war sehr informativ. Herr Wierer hat mir wieder alle Fragen beantwortet, die ich hatte, da mir manche Begriffe nicht bekannt waren.

Ich bin Herrn Gutting und seinem „Team“ Herrn Hiliges, Herrn Wierer und Frau Rickes sehr dankbar, dass sie mir das alles ermöglicht haben. Die Woche war unglaublich spannend, interessant und vor allem war es ein unglaubliches Gefühl, hinter die Kulissen der Politik schauen zu können!"